ddachIn Deutschland gibt es circa 1200 evangelische Schulen mit rund 185.000 Schülerinnen und Schülern, darunter sind alle Schularten und Schulformen im allgemeinbildenden Bereich vertreten. Vor allen in den östlichen Bundesländern ist die Zahl evangelischer Schulen in den letzten zwei Jahrzehnten stark angestiegen, und das Interesse an der Errichtung neuer Schulen ist nach wie vor stark.

Kein staatliches Schulmonopol

Das Recht zur Gründung und den Betrieb von Schulen in evangelischer Trägerschaft ist im Artikel 7,4 und 7,5 des Grundgesetzes verankert. Diese Schulen dokumentieren das zivilgesellschaftliche Engagement vieler Christen, die an einer wertorientierten Bildung und Erziehung interessiert sind und Alternativen zum staatlichen Schulangebot entwickeln wollen. Ein staatliches Schulmonopol ist nämlich vom Grundgesetz nicht gewollt und würde im Widerspruch zur demokratischen Ausrichtung des Gemeinwesens stehen.

Wertorientierung

Evangelische Schulen wollen das Evangelium und die Annahme jedes Einzelnen erfahrbar machen. Die Schulen verstehen sich daher als der Welt zugewandte Lern- und Lebensorte, die offen sind für alle Kinder und Jugendlichen - unabhängig von ihrer sozialen, religiösen und ethnischen Herkunft. Die Stärken jeder einzelnen Schülerpersönlichkeit und die von Gott gegebenen individuellen Anlagen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen auf ganzheitliche Weise gefördert werden. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten sowie den Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen.

Im Unterrichtsalltag sind nicht nur die Religionslehrer für die ehtisch-religiöse Dimension zuständig, sondern auch in anderen Fächern soll bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für Sinnzusammenhänge und Wertorientierung geweckt werden. Es geht in evangelischen Schulen also nicht nur um Wissen, sondern um Bildung in fächerübergreifender Perspektive.

Im Vordergrund steht die besondere Verantwortung für Kinder und Jugendliche: Ihre umfassende Förderung soll eine lebensbegleitende Orientierung ermöglichen.

Tageslosung vom 18.10.2017
Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel?
Der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15,10

Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde kooperiert mit der Johannesgemeinde Emmendingen.